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‚Ich hab’s satt! Jetzt geht’s dem Stoffwechsel an den Kragen‘ oder ‚Zeit für Veränderungen‘

 

Jahresanfang…für viele Menschen der optimale Zeitpunkt, Dinge im Leben zu verändern; gute Vorsätze werden meistens auf das Neue Jahr vertagt. Ich habe mich also an die Arbeit gemacht, eure Vorsätze bezüglich Ernährung und Gesundheit möglichst gut vorzubereiten.

Angefangen hat es damit, dass ich den Nahrungsmittelunverträglichkeiten meiner Tochter dringend auf den Grund gehen wollte…schliesslich ist es verdammt schwer, sich  zufrieden zu geben mit Ratschlägen, wie ‚momentan kann sie dies und jenes nicht vertragen, versuchen Sie es aber ruhig immer mal wieder, denn der Körper ändert sich alle 7Jahre‘. Solche Ratgeber können sich gar nicht vorstellen, wie es ist, wenn so eine kleine Maus am Obststand auf Wassermelonen, Salatgurken, Äpfel, Birnen, etc zeigt und ruft: „Wenn ich gross bin, möchte ich das auch mal essen“ oder „Mami, wenn diese 7 vorbei sind, wünsche ich mir zum Geburtstag Obst“?!

Aber auch ich selbst erlebte Veränderungen, wie ein über Jahre ansteigendes Gewicht und allgemein schwindendes Wohlbefinden, ganz besonders nach dem Essen. Vor allem das steigende Gewicht konnte ich mir nicht erklären. Ich mache heute deutlich mehr Sport als früher und gegessen habe ich immer schon sehr gerne…heute jedoch nicht mehr als vor 20 Jahren. Allerdings bin ich in den vergangen Jahren auch nicht gewachsen, so dass sich die Kilos mehr gegenüber der Zeit, in der ich keinesfalls weniger, geschweige denn gesünder gelebt habe, nicht so einfach erklären ließen.

Ich befand mich mehr und mehr in der Situation, die mir durch Schilderungen aus meinem Umfeld nicht unbekannt waren. Ein echter Teufelskreis…man achtet permanent auf Kalorien, verkneift sich ständig etwas, worauf man eigentlich am allermeisten Appetit hat, joggt und joggt, damit die Pfunde purzeln…bekommt davon nur leider noch mehr Hunger…verkneift sich wieder dies oder jenes, denn sonst war das Joggen, das Radfahren oder was auch immer ja vollkommen umsonst und geht möglichst früh schlafen, um nicht kurz vor dem Zubettgehen doch noch über alles herzufallen, was man sich den Tag über verkniffen hat. Im Bett denkt man dann bei sich: ‚Puh, der Tag ist geschafft! Wenn ich mir morgen früh das Frühstück verkneife, mittags nur eine Kleinigkeit esse und abends die einzige echte Mahlzeit esse, müsste ich eigentlich übermorgen ein bisschen Gewicht verloren haben.‘ Tatsächlich sind ‚morgen‘ oder ‚übermorgen‘ 1-2kg geschafft…aber leider nur bis das nächste Stück Kuchen winkt, das Sonntagsfrühstück gedeckt wird oder die nächste Pasta serviert wird. Kann das sein?! ‚Darf ich das alles nie wieder essen? Ständig verzichten und dabei ja doch nie mehr abnehmen, als die ewig bekannten 2 Kilo?‘

Die Zeit hat es irgendwie mit sich gebracht. Literaturveröffentlichungen über das Zusammenspiel von Allergien, Übergewicht, Depressionen und einem gestörten Gleichgewicht der Darmflora…homöopathisch begleitete Stoffwechselkursen, die rasende Ergebnisse versprochen haben…Superfood-Rezepte bekannter Starköche, die alle versprechen, gesund satt werden zu können und gleichzeitig mit allen notwendigen Mineralstoffen versorgt zu werden, die ein Kopf sich für den Rest seines Körpers auch nur denken kann.

Mein Plan sah folgendermassen aus: Ich kuriere meinen Stoffwechsel und halte diesen durch vitalstoff- und mineralstoffreicher Ernährung aufrecht.                                          Den ersten Teil meines Plans, nämlich meinen Stoffwechsel zu kurieren und auf ein Maximum hochzuschrauben ging ich über die 21-Tage Stoffwechselkur an und konnte vollen Erfolg verzeichnen. Ich nahm knapp 8 Kilo ab (ganz ehrlich, hätte mir jemand gesagt, ich solle 8 Kilo abnehmen, wäre es das letzte Gespräch zwischen ihm und mir gewesen), reduzierte meine Kleidergrösse um 2 Konfektionsgrössen, fühlte mich pudelwohl, besser gesagt ‚blitzeblank‘ (diejenigen, die diese Kur bereits durchgeführt haben, wissen haargenau wie sich dieses Gefühl anfühlt) und rundum ‚gesund‘. Schöne Haut, glänzende Haare, keine Schatten unter den Augen, keine Wassereinlagerungen in Fingern oder Fesseln…

Zugegeben, die Tage, in denen der Körper entgiftet, sind nicht ganz ohne…echte Entzugserscheinungen traten auf. Dies wiederum ist kein Wunder, wenn man sich überlegt, dass man auf Dinge, wie Zucker, Süßstoffe, Fett und Kohlenhydrate gänzlich verzichtet…schliesslich waren diese Dinge bisher die Basis meiner Ernährung. Ihr glaubt gar nicht, wie viel sich davon in einer ’scheinbar‘ gesunden Ernährung wiederfindet.

Einmal entgiftet, bewahrheitete sich für mich sogar die Behauptung, Eiweiss würde länger sättigen, als Kohlenhydrate. Mir, als sportbegeisterte, bis dato vollkommen schleierhaft, wie ich viel Sport machen soll, ohne nicht vor Hunger fast umzukommen, wenn ich die Kohlenhydrate reduziere. Heute besteht meine Ernährung zum grössten Teil aus Eiweiss und nur ergänzend aus Kohlenhydraten.

Mit der Umstellung auf eiweißreiche Ernährung tat sich aber schnell das nächste Thema auf: Zu viel tierisches Eiweiss schadet den Nieren…darüber hinaus steht einem nicht jeden Mittag und jeden Abend der Sinn nach Fleisch. Was vor allen Dingen machen diejenigen unter Euch, die Fleisch nicht gerne, bis gar nicht essen? Zudem gibt es genug Gründe, auch Fleisch nur in Maßen zu genießen. Aber…ist Tofu wirklich die einzige Alternative? Es wurde also schnell deutlich, dass sich für die Zeit nach der Kur einige Dinge ändern müssen. Genau diese Dinge werde ich zukünftig in meinen Blogbeiträgen mit Euch teilen, freue mich über Eure Erfahrungen und Euer Feedback.

Das Strahlen meiner Teilnehmer im Studio und auch meiner Familie Zuhause, das mich laufend wissen lässt, welche Veränderungen sie bezüglich ihrer Gesundheit, beziehungsweise ihres Wohlbefindens erfahren, ist wirklich goldwert. Vielen Dank für Euer Vertrauen, welches Ihr mir da entgegenbringt!

Ich freue ich auf ein gesundes 2015 mit Euch,

Eure Nicole

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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