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‚Willkommen Superfood…jetzt wird aufgeräumt‘ und ein vorbildliches Vollkornbrot

Superfood…was hat es damit eigentlich auf sich? Wer den Begriff ‚Superfood‘ benutzt, beschreibt nicht etwa automatisch das Mittag- oder Abendessen in seinem 5-Sterne-Lieblingsrestaurant, vielmehr beschreibt dieser Begriff Nahrungsmittel, die besonders wertvolle Kraftwerke der Natur mit sich bringen, beispielsweise grosse Mengen an Vitaminen, zahlreiche Mineralien und essenziellen Aminosäuren (welche absolut unentbehrlich für unsere Stoffwechselvorgänge sind). Der Mangel an letzterem ist übrigens die häufigste Grundlage für Zivilisationskrankheiten, wie Diabetes, Cholesterin, Übergewicht, Arthrose, Schlafstörungen, Haarausfall, etc. 

Wer die Zusammensetzung seines Essens mal genauer betrachtet, dem wird gewiss schnell bewusst, dass die grosse Portion eines Gerichtes eventuell gleich Null Nährstoffe geliefert haben kann. Dies merkt man übrigens schon häufig daran, wie kurzfristig erneut Hunger einsetzt, obwohl man doch erst kurz zuvor eine riesengosse Portion ichweissnichtwas gegessen hat.

Wir sollten also die Nahrungsmittel, die wir so zu uns nehmen, mal genauer unter die Lupe nehmen. Ich hatte bereits von dem Teufelskreis gesprochen, in den man schnell gerät, wenn man sich dem Thema Gewichtsreduktion widmet. Zu allererst reduzieren wir die Kalorien, wo es nur geht. Wir kaufen möglichst nur noch light-Produkte (obwohl wir schon tausendmal gelesen haben, dass die nicht gleichzeitig gesund sind), verkneifen uns möglichst eine ganze Mahlzeit am Tag, um Kalorien zu sparen oder ersetzen eine echte Mahlzeit durch einen Apfel oder einen Salat. Das Ergebnis ist, dass wir uns den ganzen Tag von einer Hungerattacke zur nächsten ‚hangeln‘. Mit viel Glück gelingt es uns, auf diese Weise ein paar Pfunde loszuwerden (wobei diese Gewichtsreduktion leider auch nur von kurzer Dauer ist), allerdings gelingt es uns keineswegs, irgendeiner Zelle das zu liefern, was sie benötigt, um lebensnotwendige Stoffwechselvorgänge in unserem Körper zu verrichten, geschweige denn, gewappnet für den nächsten Festschmaus oder die Jumbo-Popcorn-Portion des anstehenden Kinobesuchs zu verstoffwechseln. Dass ein einziger Schlemmertag dafür sorgt, dass wir kurzerhand ganze Kilos wieder zunehmen, hat seinen Ursprung ebenfalls in der schlechten Zellversorgung unseres Körpers. Wir stillen mit nahezu nährstoffleerer Nahrung kurzfristig unseren Hunger, der wiederum meldet sich schon nach kurzer Zeit wieder, weil er signalisiert, dass dem Körper etwas fehlt und bekommt wieder etwas, was keinesfalls reicht, um Zellen zu versorgen, oder noch besser, satt zu werden. Das alles nur, um auf Biegen und Brechen Kalorien zu vermeiden. Was aber ist bei alldem die Devise…’Hauptsache schlank…wen kümmern Schlafstörungen, Stimmungstiefs, Depressionen, Falten, Lustlosigkeit, Haarausfall, Gelenkschmerzen, Unverträglichkeiten, schlechte Blutwerte…etc‘?

Es muss also einen anderen Weg geben…und den gibt es.

In der von mir bereits beschriebenen Stoffwechselkur wird das Problem direkt an der Wurzel gepackt, nämlich die Versorgung des Körpers mit einem Maximum an Vitalstoffen bei minimaler Kalorienzufuhr und einem Verzicht auf fett-, kohlenhydrat- und zuckerhaltiger Ernährung, natürlich nur für einen begrenzten Zeitraum. In dieser Zeit liefern Vitalstoffe euren Zellen alles, was sie benötigen, um einen exzellenten Stoffwechsel zu verrichten, ohne dafür auf kalorienreiche Nahrungsmittel angewiesen zu sein. Das hat zum Erfolg, dass Ihr sehr erfolgreich überflüssige Fettzellen abbaut und zeitgleich fleissig arbeitende Muskelzellen aufbaut. Anders geht es übrigens bei einer Diät zu, in der Ihr einfach Kalorien reduziert. Ihr liefert dem Körper nichts mehr, was ihn Muskelzellen schützen lässt, schon gar nicht zusätzliche Muskelzellen aufbaut.

Ist der Körper also erstmal das los, was übrig ist, gilt es zu stabilisieren. Während die Energiezufuhr in der Zeit der Gewichtsreduktion deutlich geringer sein muss, als der Energieverbrauch, müsst Ihr Eure Energieaufnahme in der Erhaltungsphase lediglich so wählen, dass Ihr nicht mehr Energie aufnehmt, als Ihr verbraucht…dabei dürft Ihr nur die Nährstoffdichte nicht ausser Acht lassen. Und genau da beginnt die eigentliche Veränderung. Alle Aufmerksamkeit, die wir bisher Kalorien geschenkt haben, sollten wir ab sofort den Nährstoffen widmen.

An diejenigen, die jetzt aufschreien möchten ’nährstoffreiche Nahrungsmittel sind auch gleich viel kalorienreicher‘: Ihr habt recht….ABER nicht bedacht, dass Ihr jetzt einen top sanierten Stoffwechsel besitzt, der mit einer ganzen Armee bestens ausgerüsteter Zellen bereit steht, um Eure nächste Mahlzeit zu verstoffwechseln. Ihr werdet merken, Mahlzeiten, die viel mit sich bringen, machen auch wirklich satt. Es ist ein wunderbares Gefühl, stundenlang nicht über Essen nachzudenken, weil man satt ist.

Wie Ihr bereits wisst, habe ich mit der Stoffwechselkur dafür gesorgt, dass in meinem Körper aufgeräumt wurde…entgiftet, abgenommen, stabilisiert…und in diesem Zuge habe ich entrümpelt…nicht nur meinen Kleiderschrank, sondern vor allem unsere Küchenschränke und die Speisekammer.

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Mit meinem heutigen Rezept beantworte ich die am häufigsten gestellte Frage…ob es bei uns kein Brot mehr zu essen gibt? Oh doch! Meine Familie liebt Brot und die Tatsache, dass dieses köstliche Brot in kleinen Mengen satt macht. Der Grund dafür liegt in den Zutaten. Statt Weizenmehl verwende ich Dinkelmehl. Überhaupt findet man gar kein Weizenmehl mehr in unserer Küche, denn jedes Rezept kann gut und gern auf Weizenmehl verzichten. Dinkelmehl ist sehr viel verträglicher als Weizenmehl, liefert einen höheren Mineral-, Vitamin- und Nährstoffgehalt und ist zumindest in der Form Typ 630 geschmacklich kaum vom allseits bekannten Weizenmehl zu unterscheiden. Verwendet Ihr Dinkel Vollkornmehl, fällt Euch eventuell lediglich auf, dass die Backwaren ein wenig eher trocken werden, als gewohnt. Dazu kommt es bei unserem Lieblingsbrot allerdings gar nicht erst…ein bisschen mit ins Büro, in die Schule, ein Stück an Oma&Opa und schon wandert abends ein neues Brot in unseren Ofen. Aber halb so wild, denn es bedarf gerade mal 10 Minuten Zubereitungszeit…70min in den Ofen, fertig!

Probiert es gern aus…

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Vollkornbrot mit Nüssen (und Datteln)

250g Dinkel Vollkornmehl

250g Dinkelmehl Typ 630

50g Walnüsse

50g Mandelstifte

2 TL Salz

70g Kürbiskerne

70g Sonnenblumenkerne

(Option: Kürbis- und Sonnenblumenkerne auf je 50g reduzieren und 40g gewürfelte Datteln ergänzen)

6 EL Balsamico

400ml Wasser

1 Würfel Bio-Hefe

Kokosfett für die Form

Ihr gebt einfach alle Zutaten in eine Schüssel, am Ende bröckelt Ihr die Hefe hinzu und knetet den Teig ca. 5 Minuten mit den Knethaken der Küchenmaschine.

Anschliessend gebt Ihr den Teig in die leicht gefettete Kastenform. Ich verwende mildes Kokosfett , damit findet Ihr gewiss kein Kokosgeschmack in Eurem Brot.

Dann stellt Ihr es bei 200°C Ober- und Unterhitze für 70 Minuten in den Ofen…den Ofen nicht vorheizen…lasst es anschliessend noch ein paar Minuten in der Form ruhen und stülpt es dann heraus. Wenn Ihr jetzt nicht direkt schon drüber herfallt, lasst Ihr es auf einem Rost auskühlen und trommelt alle Brotliebhaber zusammen.

Und mit einem gesunden Stoffwechsel könnt Ihr es mit ein, zwei Scheiben meines Lieblingsbrotes allemal aufnehmen…guten Appetit!

Übrigens: Wie schnell Ihr nach einem Essen wieder Hunger bekommt, gibt Euch häufig schon Aufschluss darüber, was drin gesteckt hat. Je mehr drin ist, was der Körper verarbeiten muss, desto mehr Zeit vergeht, bis der nächste Hunger sich meldet.

Ich hoffe, es schmeckt Euch,

Eure Nicole

4 Kommentare

  1. Liebe Nicole, ein tolles Rezept, das ganz einfach funktioniert und ein sagenhaft schmackhaftes Brot ergibt. Wir haben warm schon die Hälfte aufgefuttert und ein zweites Brot schnell nachgebacken. Das wird Standard in meiner Küche. Vor allem ist es auch nach ein paar Tagen noch frisch und super lecker. LG Grüße Sabine

    • Liebe Sabine, ich freue mich, dass es auch dir so gut schmeckt! Du kannst es auch gern mal mit Cashewkernen, ganzen Mandeln, etc testen…du wirst sicher ähnlich begeistert sein und hast auf diese Weise immer ein bisschen Abwechslung. Weiterhin viel Freude daran und liebe Grüsse an dich, Nicole

  2. Liebe Nicole! Endlich habe ich heute Dein Rezept ausprobiert und was soll ich sagen, hätte ich vorher gewusst wie lecker und wirklich einfach das ist, hätte ich es viel früher probiert.
    Gerade aus dem Ofen geholt und „sofort“ getestet. Sau lecker!!!! Vielen liebe Dank ;-).

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